dies, das und irgendwas aus dem leben eines armen edelmanns.

Freitag, 4. Dezember 2009

Münster Calling

Das vielleicht letzte Wochenende in Münster steht für den Bonvivant vor der Tür. Zur Vorbereitung hört er Wanda Jackson und rätselt über Gründe, Abgründe und wie so weit kam oder kommen musste. So ist das Leben, sagt der Verstand. So ne Scheiße, sagt der Bonvivant. Und liest noch einmal die kryptischen Zeilen, die er soeben verfasst hat, schüttelt den Kopf und lässt sich dann mit einem Seufzer noch tiefer in den Trichter fallen. Mal sehen, wie es da unten aussieht.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Findet Abulkasem!

Der Bonvivant war im Theater. Hier der Erlebnisbericht:

Wer zur Hölle ist Abulkasem? Und wo hält er sich versteckt? Sitzt er vielleicht im Publikum? Die vier Schauspieler des Thalias an der Gaußstraße starren wie besessen in die Sitzreihen vor ihnen. So intensiv, dass manchem Zuschauer ein kalter Schauer über den Nacken läuft. Einer von vielen Höhepunkten des Stückes „Die Invasion“ von Jonas Hassen Khemiri – am morgigen Donnerstag hat es Premiere.
Zur halb-öffentlichen Generalprobe am Dienstagabend sind nur wenige Fans der Thalia-Facebook-Seite gekommen. Und eine ganze Brigade digitaler Lichtbildner, die dem Stück mit dem ständigen Klicken ihrer monströsen Fotoapparate einen ganz speziellen Soundtrack verpassen (An dieser Stelle möchte ich den Herren Fotografen viel Freude bei der Auswahl des perfekten Bildes aus 800-1000 Schnappschüssen wünschen). Aber zurück zu Abulkasem. Der ist zuerst nur ein Wort, das zwei jugendliche Halbstarke bei einem erzwungenen Theaterbesuch aufgeschnappt haben. Wie das mit Wörtern so ist – dass wissen nicht nur studierte Literaturwissenschaftler – manchmal machen sie sich selbständig. Durchaus unterhaltsam, wie Abulkasem sich in verschiedenen Situationen und Personen metamorphisiert, um schließlich zur allgemeinen Metapher für terroristischer Bedrohung zu werden. Gottseidank ist das Stück da noch nicht an seinem Ende angekommen. Der politisch-korrekte Zeigefinger verschwindet wieder im Handschuh und es folgt ein furioses Finale. „Die Invasion“ ist eine amüsante, nachdenkliche, manchmal spektakuläre Nummern-Revue in der das Ensemble des Thalias vollkommen überzeugt. Angucken!

Montag, 30. November 2009

Ich will mein Leben zurück

Nach drei spannenden Wochen im Agenturrausch, hat der Bonvivant am letzten Freitag sein Leben zurück bekommen. Was für ein Gefühl! Wie toll Freizeit ist! Wie großartig ausschlafen! Und wie sensationell es ist andere Gesichter zu sehen als die der Arbeitskollegen.

Freitagabend gings dank Sternchen auf eine WG-Party in Altona. Dort wurde der Bonvivant Gerüchten zufolge beim spackigen Tanzen und hemmungslosen Frühlingsrollen-Vernichten gesichtet. Für den Heimweg empfehle ich beim nächsten Mal den "In-diese-Richtung-geht-es-zur-nächsten-S-Bahn"-Schildern Vertrauen zu schenken. Sonst läuft man nämlich bestenfalls im Kreis. Und im schlimmsten Fall vergrößert sich die auf den Schilder angegeben Distanz zur nächsten Haltestelle proportional zur Höhe des Rausches. Samstag dann erster entspannter Schanzen-Spaziergang mit Demo-Konfrontation ("Bambule, Bambule, das ist Hamburger Schule") und Kaffee bzw. Alsterwasser-Stopp mit erfreulichen Nachrichten. Abends dann Frappant-Rundgang über den die örtlichen Medien bedauerlicherweise schweigen. Nicht weil ein Besuch des Bonvivants im zukünftigen Innenstadt-Ikea besonders großen Nachrichtenwert hätte, sondern vielmehr weil das echt eine sehr gute Party war. Die Pudel-Allstars jammten in bester Krautrock-Manier - Knarf Rellöm, natürlich wieder in Bestform - und die Partys auf den verschiedensten Etages des trashigen 70er-Jahre-Einkaufszentrums waren auch nicht sooo schlecht. Allein der mühsame Auftstieg aufs Parkdeck über die schier endlose Rampe brachte den Bonvivant ein bisschen außer Atem. Doch der Blick über Altona lohnte. Und führte zu Spekulationen über etwaige Kunst-Installationen in den Fenstern der gegenüberliegenden Häuser - wahrscheinlich war es aber nur ein kaputter DVD-Player. Im selben Augenblick kam die Inspiration zur noch zu beginnenden Kurzgeschichte "Sie schweben" und dann war der Abend auch fast wieder vorbei. Diesmal verlief der Rückweg im Übrigen ohne Zwischenfälle. Aber es ging ja auch nur geradeaus. Sonntag ein Yogi-Tee im nicht besonders zu empfehlenden Cafe Mathilde und ein Kurzbesuch des Santa-Pauli-Weihnachtsmarktes und schon war das WE vorbei. Jetzt freut sich der Bonvivant schon aufs nächste. Und darüber in Hamburg zu sein auch ein bisschen. Dank an alle Beteiligten, im speziellen ans Sternchen.

Samstag, 14. November 2009

@work

"Wenn ich in meinem Team wärer, würde ich mir am Wochenende nichts vornehmen." So mein Boss am Donnerstag. Zwei Wochen in Hamburg. Und schon darf ich an der Lieblings-Wochenendbeschäftigung der Kreativ-Branche partizipieren. Hurra. Da hilft es auch nichts, dass das Essen vom In-Thaifusionsushiasiaten kommt. Und im wesentlichen Links für Youtube-Videos ausgetauscht werden. Irgendwie wäre man dann doch lieber im Bett geblieben, an der Alster spaziert, in den Club gegangen oder was-auch-immer. Um es mit Dizzee Rascal zu sagen: "Bonkers."

Donnerstag, 12. November 2009

Hrundi V. Bakshi


Großartig waren die BLK JKS. Die Handvoll Zuschauer, die mit mir gestern abend im Knust waren, wird es gern bestätigen. Unglaubliche Band, krasser Sound, einfach nur fantastisch. Schlagzeuger Tshepang Ramoba mit seinen Dreadlocks ist ein furchterregender Rhythmusgott. Und auch der Rest der Band war fantastisch. Punkt. Das nächste Highlight lockt natürlich schon - Der Bonvivant lebt jetzt schließlich in der großen Stadt. Nächsten Freitag legen Birdy Nam Nam im Übel & Gefährlich auf. Und das wird mindestens genauso sensationell.
Wer mir sagen kann, was Hrundi V. Bakshi mit dieser ganzen Lobhudelei zu tun hat, bekommt übrigens einen Glückskeks. Oder auch zwei.

Dienstag, 10. November 2009

Ich bau mir meine eigene Mondfähre...

...mit Blackjack. Und Nutten.

Benders größter Moment. In meinem Freundeskreis kursiert das Zitat übrigens in leicht abgewandelter Form: "Ich bau mir mein eigenes Kasino. Mit Black Jack. Und Nutten." Wie dem auch sei: Morgen gehts zu den BLK JKS ins Knust dank byte.fm. Anyone joins me? Hätte sogar noch einen Gästelistenplatz abzugeben. Wie großartig die BLK JKS sind, hört ihr auf ihrer Myspace-Seite.

Montag, 9. November 2009

Sound Of The City


Wer die Weakerthans mochte, mag, möchten mag der darf morgen nicht den Soloauftritt von John K. Samson bei Michelle Records verpassen. Um 18:00 gehts los. Support your local Plattendealer and listen to nice music. Viel Vergnügen.

Donnerstag, 5. November 2009

Die Ideen sind frei

So langsam hört das Warten auf und das Nachdenken an. Damit beginnt auch die Auseinandersetzung mit der Frage: Wann ist die ideale Zeit, um Feierabend zu machen? Die einfache Antwort: Am Besten nie. Die Ideen sind frei - wer kann sie erraten?

Mittwoch, 4. November 2009

Landungsbrücken raus.

So. Da bin ich. Hamburg. Drei Tage jung ist mein Umzug in den Norden. Und er fühlt sich immer noch furchtbar kalt und nieselpetrig an. Selbst aus dem 4. Stock ist der Michel nur verschwommen zu erkennen. Feuchtnebelwolken wabern tagsüber, nachts ists dann nur noch duster. Erste Lektion: Fahrradfahrer werden in HH nicht wie Könige behandelt. Zweite Lektion: Ein Praktikant ist ein Praktikant ist ein Praktikant. Lass uns das Beste daraus machen, sagt die Vernunft. Mach was Vernünftiges, sagt das Herz. Der Bonvivant ist gespannt wie sich dieser Konflikt entwickelt. Bis dahin hofft er auf besseres Wetter.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Kinder, Kinder!


Also, ich versprechs jetzt einfach mal.
Nämlich, dass ich ab jetzt regelmäßig auf dieser Seite von mir hören lasse. War bis jetzt ein bisschen schwierig. Urlaub, DJ-Jobs in Schweden und diese verflixten mündlichen Prüfungen. Ist jetzt aber vorbei. Deshalb das Versprechen.

Dienstag, 28. Juli 2009

Steinmeier ist wohl auf der Autobahn liegen geblieben

"Klar, bei den Umfragewerten lässt der sich keinen Wahlkampfauftritt entgehen."

Damit zitiere ich nur einen der etwas bemühten Witzchen, die von den ungefähr 150 Teilnehmern beim Auswahlwettbewerb - so stand es auf den Lösungsbögen - für den höheren Dienst im Auswärtigen Amt gerissen wurde.

Im Hörsaal M der Uni Hamburg zitterte der Bonvivant gestern gemeinsam mit der ambitionierten Elite dieses Landes. Fragen aus VWL, Staats- und Völkerrecht, Geschichte, Allgemeinwissen und der fiese - als Psychotest getarnte - Intelligenztest der DPG ("Wir lassen seit über 60 Jahren erfolgreich Bewerber abblitzen!") forderten uns einiges ab.

Offizielle Prognose des Bonvivant: 1:1538.

So viele intelligente, gutaussehende und gebildete jungen Menschen nahmen am schriftlichen Auswahlverfahren - so noch in der Einladung - nach Angaben der höchst seriösen Veranstaltungsleiterin bundesweit teil.

Ergebnisse gibt es Anfang/Mitte/Ende September. Mehr über die Competition bald hier!

Mittwoch, 24. Juni 2009

Was der Bonvivant so macht:

heute abend zum beispiel cocktails schütteln in der watusi bar. das ganze findet in der dortmunder str. 34 statt. wer also was leckeres trinken möchte, sollte ab 22 uhr auf der matte bzw. am tresen stehen.

prost!

der bonvivant

Abwärts Nimmer!

"In a nation run by swine, all pigs are upward-mobile and the rest of us are fucked until we can put our acts together: Not necessarily to win, but mainly to keep from losing completely."

h.s. thompson

in diesem Sinne herzlich wilkommen, liebe freunde des guten und angenehmen lebens.

der bonvivant

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